Pilates mit Babybauch

Pilates in der Schwangerschaft - weshalb?
Eine schwangere Frau muss ihr Leben nicht komplett ändern, wenn sie ein Kind erwartet. Eine Frau, die noch nie Sport getrieben hat, sollte auch jetzt nicht damit anfangen, jeden Tag kilometerweit zu joggen. Dennoch sind Bewegung und körperliche Aktivität gerade in der Schwangerschaft sehr wichtig.

 

Selbst ganz normal verlaufende Schwangerschaften führen allein durch die biomechanischen körperlichen Veränderungen zu einer Vielzahl muskuloskelettaler Beschwerden. So klagten z. B etwas ein Drittel aller Frauen während der Schwangerschaft über Rückenschmerzen und die Beckenbodenbelastung durch Schwangerschaft und Geburt sind die Hauptursache für später im Leben auftretenden Belastungsharninkontinenzen. Erwiesen ist, dass Frauen, die sich regelmässig sportlich betätigen, deutlich weniger unter Rückenschmerzen leiden und eine verbesserte Beinvenenentleerung haben. Sportliche Frauen entwickeln auch weniger häufig eine Schwangerschaftsdiabetes.

Grundsätzlich geeignet für Schwangere sind Übungen, die den Körper nicht unnötig belasten und eine Überdehnung von Bändern und Gelenken vermeiden. Pilates ist durch die Vielfalt an sanften Übungen -der Schwerpunkt liegt auf der Korrektur fehlerhafter Körperhaltungen und auf der Kontrolle des Beckenbodens- perfekt geeignet, schwangerschaftstypische Veränderungen positiv zu beeinflussen.

Durch die Beachtung der Grundprinzipien Atmung, Konzentration, Kontrolle, Zentrierung, Präzision und Bewegungsfluss wird ein risikoarmer, Körper und Psyche der Schwangeren harmonisierender Übungseffekt gewährleistet. Es finden keine speziellen Pilates mit Babybauchkurse statt. Trainiert wird in den üblichen Pilatesklassen, wobei die Übungen je nach Trimester und Wohlbefinden modifiziert werden. Pilateskenntnisse und beherrschen der Grundprinzipien ist Voraussetzung für einen Start im Pilates während einer Schwangerschaft.

Bitte vorerst mit behandelndem Arzt/in besprechen!

Fragebogen "Pilates und Schwangerschaft"